| Kritische Durchsicht der Bücher |
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"Die eigentliche Bücherprüfung stellt den Teil der Revisionstechnik dar, welcher als formelle Revision in der Regel angesprochen wird. Leider beschränken sich sehr viele unkritische Revisoren auf diese formelle Buchprüfung. Aber auch sehr viele Auftraggeber beschränken ihre Revisionsafträge auf diese einseitige Prüfung der Bücher. In der Regel besteht auch die Auffassung, daß derartige formelle Revisionen von jedem gewandten Buchhalter und jedem Anfänger in der Revisionspraxis ausgeführt werden können. Der Irrtum dieser Auffassung ist darin zu suchen, daß diese Prüfung sich auf einen Vergleich der Überträge aus den Grundbüchern zu beschränken pflegt. So werden z. B. sämtliche Buchungen im Hauptbuch mit den Grundbuchungen oder sämtliche Bilanzabschlußbuchungen mit den Schlußbuchungen im Journal verglichen und eine derartige Prüfung wird dann als Bilanzrevision angesehen und leider auch bezahlt. Noch schlimmer sind die Dinge, wenn sämtliche Kontokorrentbuchungen entweder lückenlos und ohne Auswahl in Stichproben mit den bezüglichen Grundbuchungen kollationiert werden. Eine derartige Revisionstechnik kann man als „Kollationierungskrankheit" bezeichnen. Sie pflegt die kritikloseste und gedankenloseste Arbeit zu sein, die vielfach das Charakteristikum von Anfängern und ungeschulten Revisoren darstellt." aus: "Revisions = Technik Handbuch für kaufmännische und behördliche Buchprüfung" - von Dr.rer.pol. Paul Gerstner, Leipzig 1919 - Seite 123 mit freundlicher Genehmigung des "Verlag der Haude & Spenerschen Buchhandlung Max Paschke" |